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PfingstausFlug zur Mosel 10.-12. Mai 2008
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Ein Beitrag von unserem Vereinsmitglied Elke Hüwel
Trier vom 10. bis 12. Mai 2008
Kontakt: elke.huewel@edlr.de
| D-EETE |
Günther Zehnel |
| D-KBUN |
Andreas Scharf, Wolfram Lewe |
| D-KBUK |
Elke Hüwel mit Fly |
| D-KNIV |
Karl Stich und Tochter Rika |
| D-EFJP |
Helmut Wegener, Christine Jänsch |
| D-EAAI |
Florian Kirwald |
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Die Geschichte von den Luftsportlern, die auszogen, um eine Handtasche zu kaufen ;-) Blauer Himmel, Sonne pur, 28 Grad. Die Reisegruppe Stich eröffnete mit diesen Wetterbedingungen die Ausflugssaison 2008. Samstag besuchten wir zunächst Bonn-Hangelar. Ein schön gelegener Platz mit richtig viel Traffic. Leider gibt es hier keine Flugplatz-Gaststätte, man hätte stundenlang von der Terrasse aus zusehen können, soviel interessante Flug-Bewegungen herrschten an diesem Platz.
 Weiter ging es den Rhein entlang Richtung Koblenz. Bei Neuwied gab es einen großen Brand, die Rauchschwaden waren bereits nach dem Start in Bonn sichtbar. Bei Koblenz flogen wir die Mosel-Schleifen hinunter. Vorbei an Cochem und der Burg Elz Richtung Trier. Sichten bis zum Anschlag, das Glitzern der beschaulich fließenden Mosel, rechts und links die saftigen Grünschattierungen und dazwischen viele gelbe Tupfer Raps – die sicherlich reizvollste Etappe unseres Ausflugs.

In Trier kamen wir mittels Taxi zum Hotel Römerbrücke. Zum Centrum waren es nur 2 km und wir konnten einen kleinen Einblick in die älteste Stadt Deutschlands (2000 Jahre) gewinnen. Da an meiner Handtasche der Reißverschluss defekt war, brauchte ich eine neue. Ich war begeistert von der Geduld meiner Mitflieger, aber in ganz Trier gab es keine passende Tasche ;-) Wir besichtigten die Porta Nigra und den Dom. Auf dem Domplatz herrschte Volksfest-Stimmung, Stände mit Essen und Trinken waren aufgebaut und es spielten verschiedene Jazz-Livebands. Sportlich fair gab Wolfram hier seine zu-spät-kommer-Runde. Am Abend trudelte denn auch unser Reiseführer Karl ein, morgens noch in der Türkei, hatte er so einige Kilometer zurückgelegt, um dann doch noch zu seiner Reisegruppe zu stoßen. Im Cumvino gab es einen netten Biergarten und wir ließen bei heimischen Spezialitäten gemütlich den Abend ausklingen.
 Nachdem Andreas das Hotelinventar um einen Stuhl verringert hatte, brachen wir am Sonntag auf zu einem Ausflug nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mittels Blauthermik wurden wir ordentlich durchgeschüttelt. Auf dieser Etappe überflogen wir den Nürburgring und die Maare. Entstanden sind die Maare, die "Augen der Eifel", durch Eruptionen, bei denen das aufsteigende Magma kurz unter der Erdoberfläche auf Grundwasser traf. Dieses verdampfte schlagartig und verursachte dadurch enorme Wasserdampf-Explosionen. Das Gestein in der Umgebung wurde zertrümmert, schoss mit der Lava in die Höhe und lagerte sich schließlich wie ein ringförmiger Wall rund um das Zentrum der Explosion ab. Heute sind die Maare meistens mit Wasser gefüllt und bilden herrliche Seen.

Der Flugplatz Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt im Grünen ca. 5 Km außerhalb des Ortes und auf der Terrasse hat man einen schönen Rundumblick. Die Reisegruppe Stich vergrößerte sich hier um Christine und Helmut. Nette Fliegerkollegen aus Ahrweiler brachten uns in den Ort hinunter. Ahrweiler ist ein überwiegend touristisch geprägter kleiner Moselort mit noch fast vollständig erhaltener Stadtmauer, Toren und Türmen aus dem 13. Jh. Wir kehrten in einer sehr gemütlichen Strauß-Wirtschaft ein, wo uns unter schattenspendenden Bäumen wiederum Live-Musik geboten wurde.
Yeahhhhh, hier gelang es mir erfolgreich eine neue Handtasche zu erstehen. ;-)
 Auf dem Rückflug nach Trier-Föhren hörten wir schon im Funk die fröhliche Stimme unseres Vereinskameraden Flori. Morgens noch auf Wangerooge, stieß er nun ebenfalls zu der Reisegruppe Stich. Den Abend konnten wir bei diesen sommerlichen Temperaturen wieder in einem hübschen Biergarten verbringen. Während wir den ortsüblichen Wein (und anderes) kosteten, war Fly höchst interessiert an dem hinter uns stehenden Baum. Dieser lebte; aber wie! Es raschelte und wuselte, auf den horizontal verlaufenden Ästen war ein ständiges Geflitze. Ohhhh eine Maus, nein - eine Ratte, mhhhh nee alles nicht. Der Wirt klärte uns auf, es war eine Horde Siebenschläfer, geschützte und selten anzutreffende, mausähnliche, nachtaktive Nagetiere.

Karls Tochter Rika, thermikfest und gutgelaunt, bekam hier ihr wohlverdientes Pfingst-Zertifikat. Sie hatte sich 2 Tage prima um Fly gekümmert und nun erfolgreich ihren Hundeführerschein bestanden. Mal sehen, ob sich ihre Mama davon beeindrucken und eventuell zu vierbeinigem Familienzuwachs überzeugen lässt. In der Eckkneipe am Hotel nahmen meine reizenden Mitflieger dann noch einen Schlürschluck, während sie es mir überließen Kontakte zu pflegen und mit den Einheimischen auf Tuchfühlung zu gehen.

Am Montag traten wir den Rückflug via Idar-Oberstein an. Lima oder Sierra sind hier keine Pflichtmeldepunkte, sondern leckere Steaks. Im Flugplatzrestaurant wird original Idar-Obersteiner Spießbraten auf dem Schwenkgrill gebraten. Dass besonders Flieger an den Pfälzer Spezialitäten interessiert sind, zeigen schon die Bezeichnungen: Hinter der Bezeichnung Sierra verbirgt sich ein saftig gebratenes Stück Schweinekamm. Lima wird von Fliegern am häufigsten bestellt. Man bekommt eine ganze Schweinelende, die natürlich zart und mager und ebenfalls sehr saftig auf den Teller kommt. Romeo steht für ein großes Stück Roastbeef und Foxtrott ist die Bezeichnung für ein Rinderfilet. Das besondere an der Zubereitung ist, dass die ca. 350g schweren Fleischstücke in einer speziellen Marinade eingelegt werden, wodurch sie ihren unvergleichlichen Geschmack erhalten. Das ganze auf dem offenen Holzfeuer gegrillt ist superlecker. Da die Stücke sehr groß waren, wurde von uns die Gelegenheit zu einem „halben Menü“ gern wahrgenommen. Hier sollte man nochmals herfliegen. Weiß man von vornherein, was man essen möchte, kann man seine Bestellung auch schon per Funk aufgeben. Das merken wir uns.
 Nach einer Kaffee-Pause bei dem sehr netten Siegerländer Turmfalken waren wir dann um 20 Uhr loc. wieder auf dem Flugplatz Paderborn-Haxterberg.
 Tschükkes Elke
P.S. Jungs, ich danke für Eure Geduld beim Handtaschen-Shoppen, a b e r – über Loddar, da reden wir noch !
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letzte Änderung: 11.06.2008 | 21:44
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